Aktivkohle, die in der Trinkwasseraufbereitung zum Einsatz kommt, ist speziell aufbereitet und gereinigt. Diese Kohle hat aufgrund ihrer porösen Struktur eine sehr große Oberfläche, die für die Anlagerung von Stör- und Schadstoffen entscheidend ist.
Dabei ist die Aufnahme von Stoffen aus dem vorbei fließenden Wasser durch die Oberfläche der Aktivkohle von mehren Faktoren abhängig. Die Partikelgröße, deren elektrische Ladung, die Konzentration der Inhaltsstoffe, die Wassertemperatur, der pH-Wert, die Porengröße der Kohle, sowie die Kontaktzeit haben Einfluss auf die Aufnahme der Stoffe.
Aktivkohle ist in der Lage ein breites Spektrum von Schadstoffen und unerwünschten Substanzen aus dem Wasser zu filtern, es darf aber nicht vergessen werden, dass es sich dabei um einen Akkumulationsfilter handelt, die entweder allein durch ihre Porengröße Partikel im Wasser zurückhalten, oder im Wasser gelöste Stoffe auf ihrer immensen Oberfläche adsorbieren. Hier muss man darauf achten die Austausch und Wartungsintervalle einzuhalten. Ist die Oberfläche der Kohle durch belastetes Wasser zugesetzt, dann ist auch die Filterwirkung erschöpft und der Filter, wenn er nicht rechtzeitig aus dem Gerät entfernt wird, die Schadstoffe sich aus dem Filter wieder lösen.
Eine 100 % Kontrolle, wann die Aufnahmekapazität der Aktivkohle erreicht ist, gibt es leider nicht. Als Vorfilter ist der Aktivkohlefilter bestens geeignet, aber als einzige Filterstufe nicht zu empfehlen.